
Bildnachweis
Carolvs Pfalzgraff bei Rhein
Unidentified painter
Royal Collection RCIN 420452
Bildquelle: File:Carolvs Pfalzgraff bei Rhein.jpeg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Karl I. von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld wurde am 4. September 1560 in Neuburg als fünfter Sohn des Herzogs und Pfalzgrafen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken und dessen Ehefrau Anna geboren. Anna war eine Tochter des hessischen Landgrafen Philipp I. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1569 wurde Karl Pfalzgraf von Pfalz-Birkenfeld. Außerdem führte er die Titel eines Pfalzgrafen bei Rhein, eines Herzogs in Bayern sowie eines Grafen zu Veldenz und Sponheim.
Karl galt als gelehrt, zugleich aber als eher bieder und gewissenhaft. Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf die bauliche und kulturelle Entwicklung seiner Residenz. Im Jahr 1584 ließ er die Burg Birkenfeld zu einem Schloss im Stil der Renaissance ausbauen. Dort richtete er außerdem eine bedeutende Bibliothek ein, die von seinem Bildungsinteresse zeugte. Zur Geburt des Erbprinzen ließ er eine Gedenkmünze prägen.
Am 23. Februar 1586 heiratete Karl in Celle Dorothea, eine Tochter des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Der 1591 geborene Georg Wilhelm folgte später als Pfalzgraf von Pfalz-Birkenfeld. Er war dreimal verheiratet: zunächst mit Gräfin Dorothea von Solms-Sonnenwalde, danach mit der Wild- und Rheingräfin Juliane von Dhaun-Grumbach und schließlich mit Gräfin Anna Elisabeth von Oettingen. Karls Tochter Sophie heiratete 1615 Graf Kraft von Hohenlohe-Neuenstein. Sein Sohn Friedrich, geboren 1594, wurde Domherr in Straßburg. Der jüngste Sohn, Christian I., kam 1598 zur Welt und wurde Pfalzgraf von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler. Er schloss zwei Ehen, zuerst mit Pfalzgräfin Magdalene Katharine von Zweibrücken und später mit Gräfin Maria Johanna von Helfenstein-Wiesensteig.
Karl I. starb am 16. Dezember 1600 auf Schloss Birkenfeld. Er wurde in der evangelischen Schlosskirche von Meisenheim beigesetzt. Da seine Söhne zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig waren, übernahmen seine Brüder Philipp Ludwig und Johann die Regentschaft.
Über seine unmittelbare Herrschaft hinaus besaß Karl eine große dynastische Bedeutung. Als Begründer der wittelsbachischen Linie Pfalz-Birkenfeld wurde er durch seinen Sohn Christian I. zum Stammvater der späteren bayerischen Könige und der Linie der Herzöge in Bayern. Damit führen alle heute bestehenden wittelsbachischen Linien ihre Abstammung auf Karl I. zurück.
Quelle: Karl I. (Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld) (de, 257871843). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0