Person
Königin Camilla
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Tod
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Bildnachweis
Queen Camilla in Aotearoa 2019
Mark Tantrum
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Bildquelle: File:Queen Camilla in Aotearoa 2019.jpg · Lizenz: CC BY 4.0
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Biografie
Camilla, geboren am 17. Juli 1947 in London als Camilla Rosemary Shand, ist seit 2022 Königin des Vereinigten Königreichs und der anderen Commonwealth-Königreiche als Ehefrau von König Charles III. Sie wuchs in wohlhabenden Verhältnissen zwischen einem Landsitz in East Sussex und einem Haus in South Kensington auf. Ihr Vater Bruce Shand war zunächst Offizier der britischen Armee und später Weinhändler, ihre Mutter Rosalind Cubitt Hausfrau. Camilla hatte eine jüngere Schwester, Sonia, und einen jüngeren Bruder, Mark, der als Umweltfachmann und Reiseschriftsteller arbeitete und 2014 starb. Über ihre mütterliche Urgroßmutter bestand zudem eine Verbindung zum Hof König Edwards VII.
Schon als Kind interessierte sich Camilla für Literatur, Tiere und den Reitsport. Sie nahm an Wettbewerben des Pony Clubs teil und gewann Preise. Ihre Schulzeit verbrachte sie zunächst in East Sussex, später in London, bevor sie ein Internat in der Schweiz besuchte und sechs Monate lang französische Sprache und Literatur in Paris studierte. 1965 wurde sie in London als Debütantin vorgestellt. Anschließend lebte sie mit Freundinnen in Kensington und Belgravia und arbeitete als Sekretärin sowie als Empfangskraft in einem angesehenen Einrichtungshaus. Ihre große Leidenschaft blieb jedoch das Reiten; außerdem interessierte sie sich für Malerei, Angeln, Pflanzen und Gartenarbeit.
Ende der 1960er Jahre lernte Camilla den Armeeoffizier Andrew Parker-Bowles kennen. Nach einer wechselhaften Beziehung heirateten sie am 4. Juli 1973 in London. Die Hochzeit wurde von den Medien als großes gesellschaftliches Ereignis wahrgenommen, an dem auch Mitglieder der königlichen Familie teilnahmen. Das Paar lebte in Wiltshire und hatte zwei Kinder: Tom, geboren 1974, und Laura, geboren 1978. Die Kinder wurden vor allem unter dem Einfluss ihrer väterlichen Familie römisch-katholisch erzogen, während Camilla selbst anglikanisch blieb. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Ehe begann das Paar 1994 das Scheidungsverfahren; die Ehe wurde im März 1995 geschieden.
Camilla hatte Prinz Charles bereits 1971 kennengelernt. Aus einer Freundschaft entwickelte sich eine romantische Beziehung, die in ihrem gemeinsamen gesellschaftlichen Umfeld bekannt war. Als Charles Anfang 1973 seinen Dienst bei der Royal Navy aufnahm, endete die Beziehung zunächst. Die Gründe dafür wurden später unterschiedlich erklärt; unter anderem galten familiäre Erwartungen und die damalige Vorstellung, Charles müsse eine standesgemäße unverheiratete Frau heiraten, als entscheidende Faktoren. Beide blieben jedoch miteinander verbunden. Nach dem Tod von Lord Mountbatten im Jahr 1979 suchte Charles bei Camilla Trost, und spätestens um 1980 nahmen sie ihre intime Beziehung wieder auf.
Charles heiratete 1981 Lady Diana Spencer. Seine Beziehung zu Camilla blieb zunächst außerhalb der Öffentlichkeit, wurde aber in den frühen 1990er Jahren durch eine Biografie über Diana und die Veröffentlichung eines privaten Telefongesprächs bekannt. Der Skandal schadete dem Ansehen beider erheblich, und Camilla wurde in der Öffentlichkeit stark angefeindet. Diana erklärte 1995, die Beziehung habe zum Scheitern ihrer Ehe beigetragen. Charles und Diana ließen sich 1996 scheiden. Danach begann eine langfristige Strategie, Camillas öffentliches Bild vorsichtig zu verändern. Sie trat zunehmend als Begleiterin von Charles auf, übernahm eigene gesellschaftliche Aufgaben und engagierte sich besonders für die Aufklärung über Osteoporose. 1999 zeigten sich beide erstmals offiziell gemeinsam in der Öffentlichkeit. In den folgenden Jahren wuchs die Akzeptanz ihrer Beziehung allmählich.
Am 10. Februar 2005 wurde die Verlobung von Camilla und Charles bekannt gegeben. Die geplante Hochzeit löste wegen Camillas Scheidung und ihrer früheren Rolle in Charles’ Ehe erneut rechtliche, religiöse und gesellschaftliche Debatten aus, erhielt aber die Unterstützung von Königin Elisabeth II., der Regierung und der anglikanischen Kirche. Am 9. April 2005 heirateten Camilla und Charles standesamtlich im Windsor Guildhall. Anschließend fand in der St.-Georgs-Kapelle von Schloss Windsor ein anglikanischer Gottesdienst zur Segnung der Ehe statt. Camilla wurde Herzogin von Cornwall; in Schottland trug sie den Titel Herzogin von Rothesay. Sie entschied sich bewusst gegen die Bezeichnung Prinzessin von Wales, die mit Diana verbunden war.
Als Herzogin übernahm Camilla zahlreiche öffentliche Aufgaben und begleitete Charles auf Reisen in Europa, Nord- und Südamerika, Asien, Afrika, Australien und weitere Commonwealth-Staaten. Sie wurde Schirmherrin und Präsidentin vieler Organisationen und setzte eigene Schwerpunkte. Besonders wichtig war ihr seit dem Tod ihrer Mutter 1994 die Osteoporose-Aufklärung. Sie unterstützte Kampagnen, organisierte Spendenaktionen, besuchte medizinische Einrichtungen und sprach auf internationalen Konferenzen. Für dieses Engagement erhielt sie mehrere Auszeichnungen.
Weitere zentrale Themen ihrer Arbeit sind die Unterstützung von Opfern sexueller und häuslicher Gewalt, die Förderung der Alphabetisierung, der Tierschutz sowie Hilfe gegen Armut und Obdachlosigkeit. Sie besuchte Krisenzentren, eröffnete Einrichtungen für Vergewaltigungsopfer und unterstützte Initiativen, die Betroffenen medizinische, psychologische und rechtliche Hilfe vermitteln. Als leidenschaftliche Leserin setzte sie sich außerdem für Kinderliteratur und gemeinsames Lesen ein. Sie gründete den Online-Leseclub „The Reading Room“, der später als Wohltätigkeitsorganisation Queen’s Reading Room weitergeführt wurde, und förderte Bibliotheken, Schreibwettbewerbe sowie Projekte, die Kinder und ältere Menschen durch Geschichten miteinander verbinden.
Nach dem Tod Elisabeths II. am 8. September 2022 bestieg Charles den Thron als Charles III., und Camilla wurde Königin. Bei der Krönung am 6. Mai 2023 in Westminster Abbey wurde sie gemeinsam mit ihrem Ehemann gekrönt. Als Königin führt sie ihre öffentlichen und wohltätigen Aufgaben fort, unterstützt den König bei Staatsbesuchen und übernimmt bei Bedarf eigene Termine. Sie ersetzte die traditionelle Funktion der Hofdamen durch informellere „Begleiterinnen der Königin“, die sie bei offiziellen Anlässen unterstützen, jedoch keine Verwaltungsaufgaben übernehmen.
Camillas Weg zur Königin war von gesellschaftlicher Kritik, familiären Erwartungen und einer langen öffentlichen Neubewertung geprägt. Aus einer umstrittenen Figur wurde im Lauf der Jahre eine etablierte Vertreterin der britischen Monarchie, deren Arbeit vor allem durch ihr Engagement für Gesundheit, Bildung, Gewaltprävention, Tiere und Literatur bestimmt ist.
Quelle: Камила (кралица-консорт на Обединеното кралство) (bg, 12802573). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
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Kinder
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