Person

Juana de Austria y Xériga

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Geburt

Keine geprüfte Geburtsangabe vorhanden.

Tod

Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.

Biografie

Juana de Austria y Xériga wurde 1523 in Valencia geboren und starb dort 1530 im Alter von nur sieben Jahren. Sie war eine uneheliche Tochter des römisch-deutschen Kaisers Karl V. und der aus Valladolid stammenden Catalina de Rebolledo, einer verheirateten Hofdame mit sieben Kindern. Juana wuchs damit in einer Zeit auf, in der die privaten Beziehungen des Kaisers eng mit den politischen und sozialen Strukturen seines Hofes verbunden waren. Die Beziehung zwischen Karl und Catalina begann vermutlich während eines Besuchs des Königs Karl I. von Spanien, des späteren Kaisers Karl V., bei seiner Mutter Johanna der Wahnsinnigen in Tordesillas. Dieser Besuch fand zwischen dem 2. und 4. September 1522 statt. Catalina war damals als Kammerfrau oder Hofdame im Umfeld der Königin tätig und gehörte zum Haushalt Heinrichs III. von Nassau-Breda, eines einflussreichen Adligen und engen Vertrauten des Kaisers. Aus der Verbindung mit Karl wurde sie schwanger. Nachdem bekannt geworden war, wer der Vater des Kindes war, verließ Catalina Valladolid. Dabei soll sie ihren Familiennamen von Rebolledo in Xériga geändert haben. Sie begab sich nach Valencia; manche Darstellungen nennen stattdessen die Niederlande als Ziel. An einem dieser Orte wurde ihre Tochter Ende Mai oder Anfang Juni 1523 geboren. Die unterschiedlichen Angaben zum Geburtsort spiegeln die unsichere Überlieferung über Juana und ihre Mutter wider. Als Juana etwa vier Monate alt war, wurde sie gemeinsam mit Catalina in das außerhalb der Stadtmauern gelegene Kloster von Madrigal de las Altas Torres in der heutigen Provinz Ávila gebracht. Das Kloster gehörte zum Augustinerorden. Dort standen Mutter und Tochter unter der Aufsicht der Äbtissin María de Aragón, einer unehelichen Tochter Ferdinands des Katholischen. Einige Jahre später kehrten beide nach Valencia zurück, wo sie den letzten Abschnitt ihres Lebens verbrachten. Juana und Catalina lebten unter dem Schutz mehrerer mächtiger Personen. Zu ihren Beschützern gehörten Heinrich III. von Nassau-Breda, der zu jener Zeit zu den wichtigsten Helfern Karls V. zählte, sowie dessen Ehefrau Mencía de Mendoza y Fonseca. Auch Germana de Foix unterstützte sie. Diese Schutzverhältnisse waren für Catalina und ihre Tochter von großer Bedeutung, da Juana als uneheliches Kind des Kaisers zwar anerkannt und versorgt wurde, jedoch keine herausgehobene öffentliche Stellung einnahm. Karl V. setzte für Mutter und Tochter eine lebenslange Pension von 15.000 Maravedí aus. Diese Zahlung stellte eine dauerhafte finanzielle Unterstützung dar, war jedoch nach den überlieferten Einschätzungen nicht besonders hoch. Juana führte daher trotz ihrer kaiserlichen Abstammung ein vergleichsweise zurückgezogenes Leben, geprägt von der Fürsorge anderer und dem Aufenthalt in religiösen Einrichtungen. Ihr Leben endete während einer Zeit schwerer Krankheiten. Juana starb 1530 in Valencia, wahrscheinlich im Zusammenhang mit einer Pestepidemie, die zwischen 1527 und 1530 Gebiete der Krone Aragóns heimsuchte. Als möglicher Ursprung der Seuche wird eine Einschleppung über Barcelona und Marseille genannt. Ebenso kommt eine damals als „Halsseuche“ oder „Garrotillo“ bezeichnete Krankheit infrage, unter der besonders Kinder litten. Mit diesen Bezeichnungen wurden Diphtherie und andere schwere, erstickende Halsentzündungen beschrieben, obwohl die Diphtherie als eigenständige Krankheit noch nicht eindeutig erkannt war. Nur wenige Tage oder Monate nach Juana starb auch ihre Mutter Catalina, vermutlich ebenfalls an der Pest. Damit endete das kurze Leben eines Kindes, dessen Herkunft es mit einem der mächtigsten Herrscher Europas verband, das aber selbst kaum Gelegenheit hatte, eine eigene historische Rolle zu entwickeln. Überliefert sind vor allem die Umstände ihrer Geburt, die wechselnden Aufenthaltsorte und die Schutzmaßnahmen, durch die Karl V. für seine Tochter und deren Mutter sorgen ließ.

Quelle: Juana de Austria y Xériga (es, 169293991). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

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Partnerinnen und Partner

Keine geprüften Partnerschaften vorhanden.