Person

Isabel von Spanien

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Geburt

  1. 18.05.1821

Tod

  1. 17.05.1897

Porträt von Isabel von Spanien
Bildnachweis

Infanta Isabel of Spain, Countess Gurowski, in 1860

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Bildquelle: File:Infanta Isabel of Spain, Countess Gurowski, in 1860.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Isabel Fernandina de Borbón y Borbón-Dos Sicilias wurde am 18. Mai 1821 im Königlichen Palast von Aranjuez geboren und starb am 9. Mai 1897 in Paris. Sie war eine spanische Infantin und führte durch ihre Ehe mit dem polnischen Grafen Ignacio Gurowski den Titel einer Gräfin Gurowska. Am Tag ihrer Geburt wurde sie auf die Namen Isabel Fernandina Josefa Amalia getauft. Ihre Taufpaten waren ihre Großeltern mütterlicherseits, die Herzöge von Kalabrien. Isabel war die Tochter des Infanten Francisco de Paula de Borbón und dessen Ehefrau Luisa Carlota, die selbst eine Infantin von Spanien war. Ihre familiären Verhältnisse waren von enger dynastischer Verwandtschaft geprägt: Francisco de Paula war ein Sohn König Karls IV. von Spanien und María Luisa de Parma, während Luisa Carlota eine Tochter des späteren Königs Franz I. beider Sizilien und der Infantin María Isabel de Borbón war, die wiederum ebenfalls eine Tochter Karls IV. war. Isabels Eltern waren daher zugleich Onkel und Nichte. Bei ihrer Geburt besaß Isabel zunächst nicht den Rang einer Infantin. Ihr Vater war 1812 durch die Cortes von Cádiz von der Thronfolge ausgeschlossen worden. Erst 1824 verlieh ihr Onkel König Ferdinand VII. allen bereits geborenen und künftig geborenen Kindern seines jüngeren Bruders den Rang spanischer Infanten. Isabel wuchs in einer Familie auf, die stark von ihrer Mutter bestimmt wurde. Zugleich kam es wiederholt zu Spannungen und Auseinandersetzungen mit dem Umfeld des Infanten Carlos María. Isabel erlebte den Tod Ferdinands VII. im Jahr 1833, die Thronbesteigung ihrer Cousine Isabel II. und die politischen sowie militärischen Konflikte der Karlistenkriege. Nach einem Streit zwischen ihrer Mutter und der Königin María Cristina ging die Familie Francisco de Paulas 1838 ins Exil. Während dieser Zeit wurden verschiedene Heiratspläne für Isabel erwogen. Zunächst war sie als mögliche Ehefrau ihres Onkels, König Ferdinands II. beider Sizilien, vorgesehen, doch dieser Plan scheiterte. Auch eine Verbindung mit dem Herzog von Nemours oder dessen Bruder, dem Herzog von Chartres, wurde in Betracht gezogen. Diese Überlegungen wurden jedoch verworfen; als Gründe wurden unter anderem Isabels rote Haare und ihre schlanke Gestalt genannt. In Paris lernte Isabel den Grafen Ignacio Gurowski kennen. Wie genau die Begegnung zustande kam, ist nicht überliefert; vermutlich trafen sie sich in einem der Pariser Salons, die beide besuchten. Gurowski galt als gesellschaftlich anrüchig und wurde von der Polizei beobachtet. Die Beziehung der beiden löste einen Skandal aus. Isabels Eltern ließen ihre Tochter deshalb im Couvent des Oiseaux unterbringen. Am 8. Mai 1841 floh sie jedoch, als Dienstmagd verkleidet, aus dem Kloster und setzte sich gemeinsam mit Gurowski ab. Der französische König Louis-Philippe ließ das Paar umgehend in Namur festnehmen. Angesichts des entstandenen Skandals und der Zweifel, ob Isabel ihre Jungfräulichkeit verloren hatte, blieb der Familie schließlich kaum eine andere Möglichkeit, als einer Heirat zuzustimmen. Die Trauung fand am 6. Juni 1841 in Dover im Vereinigten Königreich statt. Da die Ehe gegen die Pragmatische Sanktion von 1776 verstieß, erkannte Spanien sie nicht an. Isabel und ihr Ehemann ließen sich daraufhin in Brüssel nieder. Dort wurden sie von König Leopold I. von Belgien und dessen Ehefrau Luise von Orléans aufgenommen. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor. Die älteste Tochter, María Luisa Gurowska y Borbón, wurde 1842 in Brüssel geboren und heiratete Vicente Bertrán de Lis y Derret. María Isabel, geboren 1847, war zunächst mit Charles Allen-Perkins und später mit José María Díaz-Martín y Tornería verheiratet; nur aus ihrer ersten Ehe gingen Kinder hervor. Fernando, der 1848 geborene erste Marquis von Bondad Real, blieb unverheiratet und kinderlos. Die jüngeren Söhne Carlos Luis, Carlos Federico, Luis Antonio und Augusto starben bereits im Kindes- oder jungen Erwachsenenalter beziehungsweise blieben unverheiratet und ohne Nachkommen. Die jüngste Tochter, María Cristina, heiratete Bartolomeu da Costa Macedo Giraldes Barba de Menezes, den zweiten Vizegrafen von Trancoso, und hatte Nachkommen. Isabel war seit ihrer Geburt Dame des Ordens der Edlen Damen der Königin María Luisa. Ihren Rang und ihre Anrede änderten sich im Laufe ihres Lebens: Zunächst wurde sie als Isabel Fernanda de Borbón bezeichnet, ab 1823 als königliche Hoheit und Infantin von Spanien. Nach ihrer Heirat führte sie bis zu ihrem Tod zusätzlich den Titel Gräfin Gurowska. Ihr Leben war damit eng mit den dynastischen Konflikten Spaniens, dem Exil ihrer Familie und einer gesellschaftlich umstrittenen Ehe verbunden.

Quelle: Isabel Fernandina de Borbón (es, 171484325). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0