Person

Erzherzog Gottfried von Österreich, Erblicher Erzherzog von Toskana

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Geburt

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Tod

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Porträt von Erzherzog Gottfried von Österreich, Erblicher Erzherzog von Toskana
Bildnachweis

Erzherzog Gottfried

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Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv Austria, Inventarnr.

Bildquelle: File:Erzherzog Gottfried.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Erzherzog Gottfried von Österreich, vollständig Gottfried Maria Joseph Peter Ferdinand Hubert Anton Rupert Leopold Heinrich Ignaz Alfons, wurde am 14. März 1902 in Linz in Österreich-Ungarn geboren und starb am 21. Januar 1984 im Alter von 81 Jahren in Bad Ischl. Er gehörte dem Haus Österreich an und wurde später als Anspruchsteller auf den erloschenen Thron des Großherzogtums Toskana bezeichnet. Gottfried war der älteste Sohn von Erzherzog Peter Ferdinand von Österreich und dessen Ehefrau Prinzessin Maria Cristina von Bourbon-Sizilien. Er wuchs gemeinsam mit seinen drei Geschwistern in Salzburg und Wien auf. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im Jahr 1918 emigrierte die Familie nach Luzern in der Schweiz. Seine dynastische Stellung war durch die politischen Veränderungen im Zusammenhang mit dem Ende des Großherzogtums Toskana geprägt. Sein Großvater Ferdinand IV. war der letzte Großherzog von Toskana. Nachdem das Herzogtum 1860 aufgehoben worden war, behielt Ferdinand zunächst seinen großherzoglichen Titel, dankte jedoch 1870 zugunsten des österreichischen Kaisers ab. Bereits 1866 waren Ferdinand und seine Kinder wieder in die kaiserliche Familie aufgenommen worden. Das Haus Toskana bestand damit nicht mehr als souveräner Zweig, sondern ging in das österreichische Kaiserhaus über. Ferdinands Kinder galten fortan ausschließlich als kaiserliche Prinzen beziehungsweise Erzherzöge von Österreich und nicht mehr als Prinzen oder Prinzessinnen von Toskana. Nach dem Tod Ferdinands IV. im Jahr 1908 untersagte Kaiser Franz Joseph I. außerdem die Annahme der Titel eines Großherzogs sowie eines Prinzen oder einer Prinzessin von Toskana. Auch die mit dem früheren Großherzogtum verbundenen dynastischen Orden konnten von den nach 1866 geborenen Familienmitgliedern nicht rechtmäßig übernommen werden. Gottfrieds Vater Peter Ferdinand erhob nie Anspruch auf den Titel eines Großherzogs von Toskana. Um 1970 nahm Gottfried diesen Titel dennoch ohne Zustimmung des Oberhaupts des kaiserlichen und königlichen Hauses an. Dabei setzte er sich über die frühere Abdankung seines Großvaters und die entsprechenden dynastischen Bestimmungen hinweg. Sein Sohn Leopold führte später ebenfalls den Titel eines Titular-Großherzogs von Toskana. Am 2. August 1938 heiratete Gottfried Prinzessin Dorothea von Bayern, eine Tochter des Prinzen Franz von Bayern und dessen Ehefrau Prinzessin Isabella Antonie von Croÿ. Die standesamtliche Trauung fand am 2. August, die kirchliche Hochzeit am folgenden Tag in Sárvár im Königreich Ungarn statt. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor: die Erzherzoginnen Elisabeth und Alice, die Erzherzöge Leopold und Sigismund sowie Erzherzogin Maria Antoinette. Die Kinder heirateten in verschiedene europäische Adels- und Patrizierfamilien ein und begründeten eigene Familienzweige. Elisabeth heiratete Friedrich Hubert Edler von Braun und hatte mit ihm drei Kinder. Alice wurde die Ehefrau des Barons Vittorio Manno; ihr Sohn Leopoldo starb kurz nach der Geburt, während ihr Sohn Niccolò und ihre Tochter Domitilla eigene Familien gründeten. Leopold heiratete Laetitia de Belzunce d’Arenberg und hatte zwei Söhne. Sein Sohn Sigismund wurde später unter anderem als Botschafter des Souveränen Malteserordens in Uruguay tätig und führte den toskanischen Titularanspruch weiter. Der zweite Sohn, Guntram, heiratete Deborah de Sola, Gräfin von Habsburg, und hatte ebenfalls zwei Kinder. Gottfrieds jüngste Tochter Maria Antoinette heiratete Baron Hans Walter von Proff zu Irnich. Auch aus dieser Ehe gingen Kinder und Enkelkinder hervor. Damit setzte sich die weit verzweigte familiäre Verbindung des Hauses Österreich mit weiteren europäischen Adelsfamilien fort. Gottfried wurde als Ritter des österreichischen Ordens vom Goldenen Vlies ausgezeichnet. Sein Leben stand im Zeichen des politischen und dynastischen Wandels: Er stammte aus einer Familie, deren toskanische Herrschaft durch die Einordnung in das österreichische Kaiserhaus beendet worden war, und verkörperte zugleich den Versuch, an diese untergegangene dynastische Tradition anzuknüpfen.

Quelle: Archduke Gottfried of Austria (en, 1362141421). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

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Partnerinnen und Partner

Keine geprüften Partnerschaften vorhanden.