Person
Eberhard III. Graf von Württemberg
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
1364
Tod
16.05.1417

Bildnachweis
Eberhard III, Count of Württemberg, by Hans Steiner
Hans Steiner (a.k.a. Johann Steiner) (circa 1550 date QS:P,+1550-00-00T00:00:00Z/9,P1480,Q5727902 –1610)
Museum of Fine Arts, Budapest ( https://www.mfab.hu/artworks/14155/ )
Bildquelle: File:Eberhard III, Count of Württemberg, by Hans Steiner.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Eberhard III., genannt „der Milde“, stammte aus dem Haus Württemberg und war von 1392 bis zu seinem Tod 1417 Graf von Württemberg. Außerdem regierte er von 1397 bis 1409 die Grafschaft Montbéliard. Er wurde nach 1362 vermutlich in Stuttgart geboren und starb am 16. Mai 1417 in Göppingen.
Eberhard III. war der einzige Sohn des württembergischen Grafen Ulrich und Elisabeths von Bayern. Seine Mutter gehörte dem Haus Wittelsbach an und war eine Tochter Kaiser Ludwigs des Bayern und Margaretes I. von Holland. Damit war Eberhard in bedeutende fürstliche Familien des spätmittelalterlichen Reiches eingebunden.
Am 27. Oktober 1380 heiratete er in Urach Antonia Visconti. Sie war eine Tochter Bernabò Viscontis, der seit 1354 über Mailand herrschte, und Beatrice Regina della Scala. Die Ehe brachte Eberhard eine außerordentlich hohe Mitgift von 70.000 Gulden sowie zusätzliche Ländereien. Aus der Verbindung gingen mehrere Kinder hervor. Der bedeutendste von ihnen war Eberhard IV., der spätere Graf von Württemberg. Außerdem werden die früh verstorbenen Söhne Ulrich und Ludwig sowie eine Tochter genannt.
Am 15. März 1392 trat Eberhard III. die Nachfolge seines Großvaters, des Grafen Eberhard II., an. Seine Herrschaft war von einer eher friedlichen Politik geprägt. Gegenüber den benachbarten Reichsstädten setzte er auf Bündnisse und ein ausgleichendes Verhältnis, statt die Spannungen durch fortwährende militärische Auseinandersetzungen zu verschärfen. Diese Politik trug dazu bei, die Stellung Württembergs in seiner unmittelbaren Umgebung zu sichern.
Eine wichtige Erweiterung seiner politischen und dynastischen Beziehungen ergab sich durch die Verbindung seines Sohnes Eberhard IV. mit Henriette von Montbéliard. Henriette war die älteste Tochter und Erbin des Grafen Heinrich von Montbéliard, der 1396 in der Schlacht von Nikopolis fiel. Nach der Verlobung seines Sohnes am 13. November 1397 erhielt Eberhard III. die Grafschaft Montbéliard. Er übte dort bis 1409 die Herrschaft aus und übergab sie anschließend seinem Sohn. Eberhard IV. heiratete Henriette schließlich 1407 und verband damit die württembergische und die montbéliardische Erbfolge.
Nach dem Tod Antonias am 26. März 1405 ging Eberhard III. eine zweite Ehe ein. 1406 heiratete er Elisabeth von Hohenzollern-Nürnberg, eine Tochter des Nürnberger Burggrafen Johann III. und Margaretes von Böhmen. Margarete war wiederum eine Tochter Kaiser Karls IV. Der Ehevertrag wurde am 27. März 1406 geschlossen; das Paar lebte seit 1412 zusammen. Aus dieser Ehe stammte eine Tochter, Elisabeth von Württemberg, die später Johann III. von Werdenberg-Sargans heiratete.
Eberhard III. hatte außerdem einen unehelichen Sohn namens Ulrich von Württemberg aus Stuttgart. Dieser ist für das Jahr 1421 belegt und bekleidete kirchliche Ämter. Er war Propst von St. Martin in Sindelfingen und wurde im selben Jahr als Herr eines Klosters in Stuttgart genannt.
Eberhard III. starb 1417, nachdem er ein Vierteljahrhundert lang über Württemberg geherrscht hatte. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Eberhard IV., der die durch Heirat und Erbschaft ausgeweiteten dynastischen Verbindungen weiterführte. Eberhard III. blieb vor allem als Herrscher in Erinnerung, der seine Politik auf Stabilität, Bündnisse und die Festigung des württembergischen Besitzes ausrichtete.
Quelle: Еберхард III (граф на Вюртемберг) (bg, 12649388). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0