Person
Catherine of Hungary, Duchess of Świdnica
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
Keine geprüfte Geburtsangabe vorhanden.
Tod
Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.
Biografie
Katharina von Ungarn, die 1355 starb, war eine ungarische Prinzessin aus dem Haus Anjou-Sizilien. Sie war eine Tochter des ungarischen Königs Karl I. Robert, doch die Identität ihrer Mutter ist nicht eindeutig überliefert. Als mögliche Mütter werden Maria von Beuthen, die erste Ehefrau Karls, und Elisabeth von Polen, seine dritte Ehefrau, genannt. Dadurch bleibt auch Katharinas mütterliche Abstammung unsicher.
Ihr Vater Karl I. Robert war ein Sohn Karls Martell von Ungarn und dessen Ehefrau Klementine von Habsburg. Falls Maria von Beuthen Katharinas Mutter war, stammte sie mütterlicherseits vom Beuthener Herzog Kasimir und dessen Ehefrau Helena ab. Maria starb, worauf Karl im September 1318 vermutlich Beatrix von Luxemburg heiratete, eine Tochter Kaiser Heinrichs VII. und Schwester König Johanns von Böhmen. Beatrix starb jedoch bereits im folgenden Jahr im Kindbett. Danach heiratete Karl Elisabeth von Polen. Einige Darstellungen nehmen an, dass Elisabeth und nicht Maria Katharinas Mutter war. In diesem Fall wäre Katharina zur Hälfte polnischer Herkunft gewesen und hätte in mütterlicher Linie von König Władysław I. und Hedwig von Kalisz abgestammt.
Katharina hatte eine Schwester, Elisabeth von Ungarn, die am 8. Februar 1348 Bolko II. von Oppeln geheiratet haben soll. Ihr Bruder war demnach Ludwig I. von Ungarn, der später auch König von Polen wurde. Die verwandtschaftlichen Beziehungen verbanden Katharina mit den Herrscherhäusern Ungarns, Polens, Böhmens und Schlesiens und machten sie zu einer wichtigen Figur in der europäischen Heiratspolitik des späten Mittelalters.
Um den 1. Juni 1338 heiratete Katharina Heinrich II. von Schweidnitz, einen Sohn Bernhards von Schweidnitz und dessen Ehefrau Kunigunde von Polen. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor: Anna von Schweidnitz. Diese wurde später die Ehefrau Karls IV., des römisch-deutschen Kaisers, und die Mutter Wenzels von Luxemburg sowie Elisabeths von Böhmen.
Nach dem Tod ihres Ehemanns, der zwischen 1343 und 1345 eintrat, übernahm Katharina die Erziehung ihrer Tochter. Sie lebte mit Anna in Visegrád in Ungarn und sorgte dort für deren Ausbildung. Als Anna elf Jahre alt war, wurde sie mit Wenzel verlobt, dem am 17. Januar 1350 geborenen Sohn und voraussichtlichen Erben Karls IV. Der junge Wenzel starb jedoch am 28. Dezember 1351. Auch seine Mutter, Anna von der Pfalz, starb am 2. Februar 1353. Karl IV., inzwischen verwitwet und Kaiser, entschied sich daraufhin, Anna selbst zu heiraten.
Diese Eheverbindungen waren Teil einer politischen Strategie Karls IV. und seines verstorbenen Vaters Johann von Böhmen. Sie sollten dazu beitragen, die piastischen Herrscher der schlesischen Herzogtümer zu kontrollieren. Diese Gebiete galten als benachbarte Länder des Königreichs Böhmen. Auch Katharinas Bruder Ludwig unterstützte diese Politik: Um die schlesischen Fürsten für sich zu gewinnen, hatte er seine Ansprüche auf Schweidnitz zugunsten des Hauses Luxemburg aufgegeben.
Über Katharinas weiteres Leben nach diesen Ereignissen ist nichts Sicheres bekannt. Sie starb 1355, etwa zehn Jahre nach ihrem Ehemann. Ihre Tochter Anna starb 1362 bei einer Geburt. Katharinas Enkel Wenzel von Luxemburg starb 1419 kinderlos. Mit seinem Tod erlosch die von Katharina begründete Linie.
Quelle: Catherine de Hongrie (fr, 232998166). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
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Partnerinnen und Partner
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