Person

Archduke Rainer of Austria

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Geburt

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Tod

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Biografie

Rainier von Habsburg-Toskana, auch Rainer von Österreich-Toskana genannt, wurde am 21. November 1895 in Zagreb geboren und starb am 25. Mai 1930 in Wien. Er gehörte dem Haus Habsburg-Lothringen und dessen toskanischer Linie an und trug von Geburt an die Titel Erzherzog von Österreich und Prinz von Toskana. Seine Eltern waren Erzherzog Leopold Salvator von Österreich-Toskana und dessen Ehefrau, Prinzessin Blanca von Bourbon, eine Tochter von Carlos de Bourbon, dem Herzog von Madrid. Rainier war ihr ältester Sohn und das vierte Kind. Bei seiner Geburt erhielt er die umfangreiche Namensfolge Rainer Karl Leopold Blanka Anton Margarete Beatrix Peter Joseph Raphael Michael Ignaz Stephan. Die kroatische Presse begrüßte ihn als den ersten Prinzen, der im Königreich Kroatien-Slawonien geboren worden war. Rainiers Kindheit war eng mit Kroatien verbunden. Sein Vater stand dem Trialismus, der eine Neuordnung der Habsburgermonarchie unter Einbeziehung eines gleichberechtigten südslawischen Teils vorsah, wohlwollend gegenüber und wurde wiederholt als möglicher Vertreter des Kaisers in Zagreb genannt. Auf Wunsch des Thronfolgers Franz Ferdinand ließ Leopold Salvator seine Kinder deshalb kroatische Schulen besuchen. Die Familie sollte sich mit den kroatischen Bestrebungen vertraut machen und auf einen dauerhaften Aufenthalt in der Region vorbereiten. Der junge Ljubomir Maraković unterrichtete die Kinder privat in Kroatisch; außerdem vermittelte der Geistliche Čićić ihnen die kroatische Literatur. Der Historiker Emilij Laszowski beschrieb später die Atmosphäre im Haus der Familie als ausgesprochen kroatisch. Die Kinder hätten gern Kroatisch gesprochen, sodass diese Jahre Rainier und seine Geschwister nachhaltig prägten. Während des Ersten Weltkriegs diente Rainier als Leutnant der Artillerie in der österreichisch-ungarischen Armee. Im Jahr 1916 wurde er als möglicher Ehekandidat für Großherzogin Marie-Adélaïde von Luxemburg genannt. Im selben Jahr erhielt er als 1044. Ritter den österreichischen Orden vom Goldenen Vlies. Der Zusammenbruch der Habsburgermonarchie im Jahr 1918 veränderte Rainiers Leben grundlegend. Nach der Errichtung der Ersten Österreichischen Republik verzichtete er auf seine Rechte auf den österreichischen Thron, um weiterhin in Österreich leben zu können. Fortan führte er den Namen Rainer Habsburg. Er wohnte in einer Wohnung im Palais Toskana, besaß jedoch weiterhin Eigentum in Zagreb, Galizien und auf Schloss Hernstein. Anders als viele Angehörige des ehemaligen Herrscherhauses verließ er Wien nicht dauerhaft, sondern versuchte, sich unter den neuen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen eine Existenz aufzubauen. In Wien betrieb Rainer eine Garage und arbeitete zeitweise als Taxifahrer. Außerdem entwickelte er ein Transportsystem für Filmrollen: Motorräder brachten die Rollen von einem Kino zum nächsten, sodass mehrere Kinos denselben Film gemeinsam nutzen konnten. Diese praktische Tätigkeit stand in deutlichem Gegensatz zu seiner Herkunft als Mitglied der früher regierenden Dynastie. Sein Verhältnis zur Republik blieb allerdings gespannt. Im Mai 1921 kam es auf Schloss Hernstein zu Protesten gegen ihn. Im August desselben Jahres wurde er in Ljubljana, das damals zu Jugoslawien gehörte und heute in Slowenien liegt, wegen der Fälschung eines Passes festgenommen. Auch politisch geriet er später erneut in den Blickpunkt. Am 6. April 1922 nahm er gemeinsam mit seinem Vater an einer Requiemmesse im Wiener Stephansdom für den verstorbenen Kaiser Karl I. teil. Anschließend sollen beide eine Kundgebung angeführt, „Nieder mit der Republik!“ gerufen und sich zum österreichischen Parlament begeben haben, um dort aus Anlass des Todes des früheren Kaisers die Trauerbeflaggung zu verlangen. Rainier heiratete nicht und blieb kinderlos. Im Jahr 1930 erkrankte er an einer Sepsis und starb im Alter von 34 Jahren im Wiedner Krankenhaus in Wien. Seine Beisetzung in der Wiener Kapuzinerkirche war von besonderer dynastischer Bedeutung: Er war das erste Mitglied der Familie Habsburg-Lothringen seit Kaiser Franz Joseph I., das seit dessen Tod 1916 in der Kaisergruft bestattet wurde. An den Trauerfeierlichkeiten nahmen unter anderem seine Eltern Leopold Salvator und Blanca, sein väterlicher Onkel Erzherzog Franz Salvator mit seinen Söhnen Hubert und Klemens sowie sein mütterlicher Onkel Prinz Alfons Karl von Bourbon und dessen Ehefrau, die Infantin Maria de las Nieves von Portugal, teil. Auch der frühere österreichische Bundeskanzler Ignaz Seipel war anwesend. 1962 wurde Rainiers Sarkophag in die Neue Gruft überführt. Dort ruht er neben dem Sarkophag seines Vaters. Sein Leben steht damit beispielhaft für den Übergang von der habsburgischen Monarchie zur österreichischen Republik: Er wuchs als dynastischer Prinz in einem politisch sensiblen kroatischen Umfeld auf, diente im Weltkrieg, verlor mit dem Ende der Monarchie seine privilegierte Stellung und suchte anschließend in Wien einen eher bürgerlichen Lebensweg.

Quelle: Rainier de Habsbourg-Toscane (fr, 239218159). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

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Partnerinnen und Partner

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