Person

Anna Plochl

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Geburt

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Tod

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Porträt von Anna Plochl
Bildnachweis

Anna Plochl1

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Biografie

Anna Plochl wurde am 6. Jänner 1804 als Anna Maria Josepha Plochl im Ausseer Posthaus geboren, dem heutigen Bad Aussee. Sie war das älteste von dreizehn Kindern des Postmeisters, Warenspediteurs und Eisenhändlers Jakob Plochl und seiner Frau Maria Anna, geborene Pilz. Ihr Vater stammte aus der Untersteiermark und hatte in Aussee das Bürgerrecht erworben, während die Familie ihrer Mutter seit mehreren Generationen im Salzkammergut ansässig war. Als die Mutter 1821 nach der Geburt ihres dreizehnten Kindes starb, übernahm die erst siebzehnjährige Anna die Führung des Haushalts und die Betreuung ihrer jüngeren Geschwister. Eine entscheidende Begegnung hatte sie am 22. August 1819 im Alter von fünfzehn Jahren mit dem bereits 37-jährigen Erzherzog Johann von Österreich am Toplitzsee. Johann war sie schon zuvor bei einer Tanzveranstaltung aufgefallen. Zwischen den beiden entwickelte sich eine enge Beziehung, doch ihre Heirat stieß auf erheblichen Widerstand. Johann wollte Anna zunächst 1823 auf Burg Strechau heiraten, erhielt dafür aber nicht die Zustimmung seines Bruders, Kaiser Franz I. von Österreich. Eine Ehe zwischen einem Mitglied des Kaiserhauses und einer Bürgerlichen galt als nicht standesgemäß. Trotz dieser Hindernisse zog Anna im September 1823 nach Vordernberg. Dort übernahm sie im Gewerkenhaus ihres späteren Mannes die Wirtschaftsführung. Johann war wegen seiner zahlreichen Tätigkeiten häufig in der Steiermark unterwegs und besuchte regelmäßig den Wiener Hof. Anna kümmerte sich währenddessen um den Haushalt in Vordernberg und ab 1824 auch um Schloss Brandhof, ein Mustergut des Erzherzogs bei Gußwerk. Nach einem sechs Jahre dauernden Kampf um die kaiserliche Einwilligung heirateten Anna Plochl und Erzherzog Johann am 18. Februar 1829 um Mitternacht in einer morganatischen Ehe. Öffentlich bekanntgeben durfte Johann die Verbindung jedoch erst 1833. In den ersten Ehejahren führte Anna keinen offiziellen Familiennamen. 1834 erhob man sie zur Freifrau von Brandhofen, benannt nach dem Gutshof ihres Mannes. Ihr gemeinsamer Sohn Franz wurde 1839 geboren. Johann setzte bei Staatskanzler Metternich durch, dass Franz den Titel eines Grafen von Meran erhielt. Fünf Jahre später, 1850, wurde auch Anna zur Gräfin von Meran ernannt. Anna war nicht nur die Partnerin und Organisatorin im Haushalt des Erzherzogs, sondern wurde auch für ihre ausgezeichnete steirische Küche bekannt. Mehrere Gerichte nach ihren Rezepten gelten bis heute als regionale Spezialitäten. Gemeinsam mit Johann lebte sie in einer Zeit, in der die gesellschaftlichen Schranken zwischen Adel und Bürgertum besonders deutlich waren. Ihre Ehe verband daher eine persönliche Liebesbeziehung mit den rechtlichen und politischen Einschränkungen einer nicht standesgemäßen Verbindung. Nach Johanns Tod im Jahr 1859 blieb Anna weitere 26 Jahre verwitwet. Sie setzte sein Engagement in der Steiermark fort und widmete sich besonders sozialen und wirtschaftlichen Anliegen. Das Anna-Kinderspital in Graz wurde ihr zu Ehren benannt. Ein Diplom aus dem Jahr 1872 bezeichnet sie als Gründerin des steiermärkischen Seidenbau-Vereins. 1873 erhielt sie bei der Wiener Weltausstellung ein Anerkennungsdiplom für landwirtschaftliche Produkte. 1883 wurde sie Ehrenmitglied der Gesellschaft vom Roten Kreuz und Vizepräsidentin des Patriotischen Vereins für Steiermark. In ihrer Witwenzeit stand Anna auch mit Kaiserin Elisabeth in Kontakt. Diese hielt sich 1870 und 1871 mehrere Monate mit ihren Töchtern Gisela und Marie Valerie in Meran auf. Annas Schwiegertochter Theresia, Gräfin von Lamberg, war zur Palastdame der Kaiserin ernannt worden und begleitete Elisabeth auf mehreren Reisen. Anna Plochl starb am 4. August 1885 im Alter von 81 Jahren in ihrem Geburtshaus in Aussee. Sie wurde neben ihrem Mann im Mausoleum von Schenna bei Meran beigesetzt. An ihrer Beerdigung nahmen neben der Familie ihres Sohnes auch Vertreter des Bürgertums und des Adels teil; unter den Anwesenden war der spätere Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand. Anna und Johann hatten nur einen Sohn, Franz von Meran, der 1862 Theresia von Lamberg heiratete. Ihr Andenken wird unter anderem durch die Anna-Plochl-Straße in Stainz und den seit 2023 bestehenden Anna-Plochl-Weg in Sankt Lorenzen im Mürztal bewahrt. Ihre Beziehung zu Erzherzog Johann wurde außerdem mehrfach verfilmt, unter anderem 1928, 1950 und 2009.

Quelle: Anna Plochl (de, 269696901). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

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Kinder

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