Person

Wilhelm Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach

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Geburt

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Tod

Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.

Biografie

Prinz Wilhelm von Sachsen-Weimar-Eisenach wurde am 21. Dezember 1853 in Stuttgart geboren und starb am 15. Dezember 1924 in Baden-Baden. Er gehörte dem Haus Sachsen-Weimar-Eisenach an und war der älteste Sohn des Prinzen Hermann von Sachsen-Weimar-Eisenach und der Prinzessin Augusta von Württemberg, die von 1826 bis 1898 lebte. Wilhelms Leben war von finanziellen Schwierigkeiten und Spannungen innerhalb seiner Familie geprägt. Wegen seiner wirtschaftlichen Probleme wurde er vom Großherzog gezwungen, außerhalb Weimars zu leben. Zeitweise galt Wilhelm als mutmaßlicher Erbe des großherzoglichen Thrones. Diese Stellung hing damit zusammen, dass Großherzog Wilhelm Ernst verwitwet war. Seine Ehefrau Caroline von Reuß-Greiz starb im Januar 1905. Viele Menschen erwarteten daraufhin, dass der Großherzog erneut heiraten und dadurch die Thronfolge innerhalb der Hauptlinie des Hauses sichern würde. Auch Wilhelms Verhältnis zu seinem ältesten Sohn Hermann führte zu erheblichen Konflikten. Hermann heiratete am 5. September 1909 in London die italienische Schauspielerin Wanda Paola Lottero. Die Ehe wurde als morganatisch eingestuft. Hermann führte ein unbeschwertes Leben, doch die herzogliche Familie reagierte entschieden: Er musste auf seine Erbansprüche auf den Thron von Sachsen-Weimar-Eisenach sowie auf seinen königlichen Rang, seinen Titel und seine damit verbundenen Vorrechte verzichten. Als Ausgleich erhielt er den niedrigeren Adelstitel eines Grafen von Ostheim und eine kleine Pension. Zugleich wurde ihm zur Bedingung gemacht, außerhalb des Herzogtums zu bleiben. Wilhelm selbst besaß innerhalb der Familie einen schlechten Ruf. Sein Verhalten löste bei der Leitung des Hauses Unzufriedenheit aus. In seiner Jugend war er in die Vereinigten Staaten geflohen. Dort verdiente er seinen Lebensunterhalt in verschiedenen Berufen: Er arbeitete als Reitlehrer, Büroangestellter, Buchagent und sogar als Kellner in einem New Yorker Restaurant. Schließlich wurde er dazu bewegt, nach Deutschland zurückzukehren. Dort heiratete er seine Cousine zweiten Grades und lebte später von einer kleinen Pension, die ihm die Leitung des Hauses gewährte. Am 11. April 1885 heiratete Wilhelm in Wächtersbach Prinzessin Gerta von Isenburg-Büdingen. Sie wurde 1863 geboren und starb 1945. Gerta war eine Tochter Ferdinands Maximilians I., Fürst von Ysenburg und Büdingen, der von 1824 bis 1903 lebte, und dessen Ehefrau Augusta Maria Gertrud, Prinzessin von Hanau und Horowitz, die von 1829 bis 1887 lebte. Wilhelm und Gerta hatten drei Kinder. Ihr erster Sohn, Prinz Hermann von Sachsen-Weimar-Eisenach, wurde am 14. Februar 1886 geboren und starb am 6. Juni 1964. Der zweite Sohn, Prinz Albert Wilhelm von Sachsen-Weimar-Eisenach, kam am 23. Dezember 1886 zur Welt. Er trug bei seiner Geburt den vollständigen Namen Albert Wilhelm Karl Hermann Bernhard August Friedrich. Albert Wilhelm starb am 9. September 1918 im Alter von 31 Jahren bei Gouzeaucourt in Frankreich. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg, der von 1914 bis 1918 dauerte, und fiel dort im Kampf. Das dritte Kind war Prinzessin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach, geboren am 25. Juli 1888 und gestorben am 18. September 1913. Wilhelm erhielt mehrere hohe Auszeichnungen. Dazu gehörten das Großkreuz des Weißen-Falken-Ordens von Sachsen-Weimar-Eisenach, das ihm 1853 verliehen wurde, sowie das Großkreuz des Ernestinischen Hausordens von Sachsen aus dem Jahr 1878. Außerdem war er Träger des Ehrenkreuzes erster Klasse des Lippischen Hausordens von Schaumburg-Lippe, des Großkreuzes des Weißen-Elefanten-Ordens von Siam und des Großkreuzes des Ordens der Württembergischen Krone, das ihm 1871 verliehen wurde. Prinz Wilhelm verkörperte damit eine spannungsreiche Seite des europäischen Hochadels im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Seine Herkunft eröffnete ihm zunächst eine mögliche Stellung innerhalb der dynastischen Nachfolge, doch finanzielle Schwierigkeiten, sein Ruf und Konflikte in der Familie bestimmten sein Leben stärker als eine politische oder herrschaftliche Rolle. Nach Jahren des unsteten Lebens zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland blieb ihm schließlich nur ein bescheidener Lebensunterhalt außerhalb des unmittelbaren Zentrums der herzoglichen Familie.

Quelle: Guillermo de Sajonia-Weimar-Eisenach (es, 172014587). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

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Partnerinnen und Partner

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