Person
Sophie Friederike von Österreich
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
05.03.1855
Tod
29.05.1857

Bildnachweis
Sophieaustria
Franz Schrotzberg
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Bildquelle: File:Sophieaustria.jpg · Lizenz: Public domain
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Biografie
Erzherzogin Sophie Friederike Dorothea Maria Josepha von Österreich wurde am 5. März 1855 in Wien geboren. Sie war das erste Kind von Kaiser Franz Joseph I. und Elisabeth, der späteren Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Ihren Namen erhielt sie nach ihrer väterlichen Großmutter, Erzherzogin Sophie Friederike von Österreich, die zugleich ihre Taufpatin war.
Sophie wuchs nicht unmittelbar bei ihren Eltern auf, sondern wurde von ihren väterlichen Großeltern erzogen. Diese Regelung führte zu Spannungen innerhalb der kaiserlichen Familie. Elisabeth geriet wiederholt mit ihrer Schwiegermutter und auch mit Franz Joseph in Konflikt, weil sie ihre Kinder selbst erziehen wollte. Der Kaiser stellte sich jedoch nur selten gegen seine Mutter, sodass Elisabeth bei der Erziehung ihrer Kinder nur begrenzten Einfluss hatte.
Sophie hatte drei Geschwister. Ihre jüngere Schwester Gisela wurde 1856 geboren. Zwei weitere Geschwister kamen erst nach Sophies Tod zur Welt: der spätere Kronprinz Rudolf im Jahr 1858 und Erzherzogin Marie Valerie im Jahr 1868. Marie Valerie war das erste Kind, dessen Erziehung Elisabeth weitgehend selbst übernahm.
Schon im August 1856, als Sophie etwa eineinhalb Jahre alt war, erkrankte das zarte Kind, erholte sich jedoch zunächst wieder. Im Mai 1857 reiste das Kaiserpaar nach Ungarn. Elisabeth bestand darauf, Sophie und Gisela mitzunehmen. Während des Aufenthalts erkrankten beide Mädchen an hohem Fieber und Durchfall. Gisela genas innerhalb weniger Tage, doch Sophies Zustand verschlechterte sich zunehmend. Elisabeth blieb ununterbrochen bei ihren Kindern, weshalb die geplante Reise des Kaiserpaares um zehn Tage verschoben wurde.
Als Franz Joseph und Elisabeth am 28. Mai in Debrecen eintrafen, erhielten sie ein Telegramm des Hofarztes Seeburger. Darin wurden sie über Sophies sich verschlechternden Zustand informiert. Die Eltern kehrten sofort nach Buda zurück und fanden ihre Tochter noch am Leben. Am Abend des 29. Mai 1857 starb Sophie dort im Alter von nur zwei Jahren. Zunächst wurde angenommen, dass sie an Fieber und Durchfall gestorben sei; später vermutete man, dass Typhus die eigentliche Todesursache gewesen sein könnte.
Am Tag nach ihrem Tod reiste das Kaiserpaar mit einem Sonderzug nach Wien zurück. Sophies Leichnam wurde zunächst in der Kapelle der Budaer Burg aufgebahrt und am 1. Juni in einem verschlossenen Sarg mit einem Sonderzug nach Wien überführt. Die Anteilnahme der ungarischen Bevölkerung berührte Elisabeth tief und trug dazu bei, dass sie sich den Ungarn stärker verbunden fühlte.
Der Tod ihrer erstgeborenen Tochter traf Elisabeth schwer. Er stürzte die junge Königin in eine tiefe Depression, unter deren Folgen sie nach der Darstellung des Artikels zeitlebens litt. Während dieser schweren seelischen Krise war sie mit ihrem nächsten Kind schwanger, Rudolf, der am 21. August 1858 geboren wurde. Nach späterer Einschätzung könnte Elisabeths belasteter Zustand die Entwicklung des Kindes ungünstig beeinflusst haben.
Auch Schuldgefühle im Zusammenhang mit Sophies Tod dürften Elisabeths späteres Verhältnis zur Erziehung ihrer Kinder geprägt haben. Nach der Tragödie überließ sie die Erziehung von Gisela und Rudolf weiterhin weitgehend ihrer Schwiegermutter, Erzherzogin Sophie. Erst bei ihrer zehn Jahre später geborenen Tochter Marie Valerie nahm Elisabeth die Erziehung selbst in größerem Umfang an. Sophies kurzes Leben und ihr früher Tod wirkten somit nicht nur als persönliches Unglück, sondern beeinflussten auch nachhaltig das Familienleben des österreichischen Herrscherhauses.
Quelle: Habsburg–Lotaringiai Zsófia főhercegnő (hu, 26387445). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
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