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Prinzessin Anna von Sachsen

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Tod

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Porträt von Prinzessin Anna von Sachsen
Bildnachweis

Princess Anna of Saxony (1924)

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Bildquelle: File:Princess Anna of Saxony (1924).jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Anna Monika Pia von Sachsen wurde am 4. Mai 1903 in Lindau im Königreich Bayern geboren. Sie entstammte dem Albertinischen Zweig des Hauses Wettin und war das jüngste Kind des späteren sächsischen Königs Friedrich August III. und dessen Ehefrau Luise Antoinette, einer Erzherzogin aus dem toskanischen Zweig des Hauses Habsburg-Lothringen. Über ihre Mutter war Anna Monika mit Zita, der letzten österreichischen Kaiserin und ungarischen Königin, verwandt. Durch ihre spätere Ehe wurde sie außerdem österreichische Erzherzogin und ungarische Königliche Prinzessin. Ihre Geburt stand im Mittelpunkt eines Skandals am sächsischen Hof. Ihre Mutter hatte eine geheime Beziehung zu dem belgischen Sprachlehrer ihrer Kinder, André Giron. Als die Verbindung Ende 1902 entdeckt wurde, war Luise Antoinette mit ihrem siebten Kind schwanger. Sie verließ Dresden und hielt sich zunächst am Genfersee auf, wo sie Giron mitteilte, dass er möglicherweise der Vater des Kindes sei. Auf Anweisung des sächsischen Königs Georg wurde ihre Ehe aufgelöst; zugleich musste sie den Dresdner Hof verlassen. Anna Monika kam in Lindau zur Welt. Eine vom König eingesetzte ärztliche Untersuchung führte dazu, dass das Kind offiziell als ehelich und als Angehörige des sächsischen Königshauses anerkannt wurde. König Georg versuchte, die Erziehung seiner Enkelin am Dresdner Hof durchzusetzen, doch Luise Antoinette verweigerte zunächst die Herausgabe. Anna Monika lebte daher mit ihrer Mutter in England, der Schweiz und Florenz. Nachdem Luise Antoinette 1907 eine bürgerliche Ehe eingegangen war, wurde sie aus dem Haus Habsburg-Lothringen ausgeschlossen und verlor ihre österreichischen Titel und Vorrechte. Im selben Jahr nahm Friedrich August, inzwischen König von Sachsen, Anna Monika seiner früheren Ehefrau offiziell weg. Das Mädchen wuchs anschließend gemeinsam mit seinen älteren Geschwistern am Dresdner Hof auf. Anna Monika hatte fünf Geschwister, die das Erwachsenenalter erreichten. Zu ihnen gehörten der Kronprinz Friedrich August Georg, der später Jesuit wurde, Friedrich Christian, der als Markgraf von Meißen das Oberhaupt des Albertinischen Zweigs des Hauses Wettin war, sowie Ernst Heinrich, der zeitweise dessen Vermögen verwaltete. Ihre Schwestern Margarethe und Maria Alix heirateten Angehörige des Hauses Hohenzollern. Anna Monika erhielt den sächsischen Sidonien-Orden. Nach der Novemberrevolution von 1918 dankte ihr Vater als König ab. Die Familie zog sich daraufhin auf das Schloss Sibyllenort in Schlesien zurück. Am 24. Oktober 1924 heiratete Anna Monika auf Sibyllenort den österreichischen Erzherzog Joseph Franz aus dem ungarischen Zweig des Hauses Habsburg-Lothringen. Er war der älteste Sohn des Erzherzogs Joseph August und der bayerischen Prinzessin Auguste und ein Urenkel des ungarischen Palatins Joseph. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor: Margarethe, Helena, Anna Theresia, Joseph Arpad, Stephan Dominik, Maria Kinga, Géza und Michael Koloman. Mehrere ihrer Kinder heirateten Angehörige europäischer Fürsten- und Adelsfamilien. Géza machte sich später als Sammler, Juwelier und Kunsthändler einen Namen. Nach der Hochzeit zog Anna Monika mit ihrem Mann nach Ungarn, wo die Familie ihren Lebensmittelpunkt fand und die Kinder geboren wurden. Joseph Franz hatte im Ersten Weltkrieg an der italienischen Front gedient und war nach dem Zusammenbruch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie auf den Familienbesitz in Alcsút zurückgekehrt. Nach den Revolutionen von 1918 und 1919 studierte er in Budapest Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Ab 1927 gehörte er dem Oberhaus des ungarischen Parlaments an und übernahm führende oder repräsentative Aufgaben in zahlreichen gesellschaftlichen und kulturellen Vereinigungen. Anna Monika und ihr Mann waren zugleich bekannte Mitglieder der vornehmen Budapester Gesellschaft. Als sich 1944 die Front näherte, verließ die Familie ihren Besitz in Alcsút und emigrierte nach Regensburg. Dort fanden sie Zuflucht auf dem Besitz ihrer Verwandten aus dem Haus Thurn und Taxis. 1948 zog die Familie weiter nach Portugal und ließ sich in Porto nieder. Damit war Anna Monikas Lebensweg, der sie von einem deutschen Königshof nach Ungarn geführt hatte, zunehmend von den politischen Umbrüchen Europas und dem Verlust der monarchischen Ordnungen geprägt. Joseph Franz starb am 25. September 1957 und wurde im bayerischen Feldafing beigesetzt. Nach seinem Tod blieb Anna Monika zunächst verwitwet. Fünfzehn Jahre später heiratete sie erneut: 1972 ging sie in der Schweiz eine Ehe mit Reginald Kazanjian ein. Die standesamtliche Trauung fand am 28. Juli in Genf statt, die kirchliche Hochzeit folgte am 9. September in Veyrier. Aus dieser zweiten Ehe gingen keine Kinder hervor. Anna Monika starb am 8. Februar 1976 im Alter von 72 Jahren in München. Sie wurde in Feldafing neben ihrem ersten Ehemann beigesetzt. Dort lagen auch ihre Schwiegereltern begraben. 1992 wurden die sterblichen Überreste von Joseph Franz’ Eltern und weiteren Familienangehörigen nach Budapest überführt und in der wiederhergestellten Palatinalkrypta unter dem Burgpalast neu beigesetzt.

Quelle: Anna Mónika szász királyi hercegnő (hu, 28761369). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

Kinder

Keine geprüften Kinderbeziehungen vorhanden.

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