Person

Maria Henriette von Österreich-Teschen

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Geburt

  1. 10.01.1883

Tod

  1. 02.09.1956

Porträt von Maria Henriette von Österreich-Teschen
Bildnachweis

Archduchess Maria Henrietta of Austria (1883-1956) (cropped)

Atelier Adele

Austrian National Library

Bildquelle: File:Archduchess Maria Henrietta of Austria (1883-1956) (cropped).jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Maria-Henriette von Österreich-Teschen, mit vollem Namen Maria Henriette Caroline Gabriele, war eine Erzherzogin aus dem Haus Habsburg. Sie wurde am 10. Jänner 1883 in Preßburg geboren und starb am 2. September 1956 in Mariazell, wo sie auch bestattet wurde. Sie war die dritte Tochter des Erzherzogs Friedrich von Österreich-Teschen und seiner Ehefrau Isabella von Croÿ-Dülmen. Das Paar hatte zwischen 1879 und 1897 insgesamt acht Töchter; erst 1897 kam mit Albrecht ein Sohn zur Welt. Maria-Henriette war das erste Kind der Familie, das im Palais Grassalkovich in Preßburg geboren wurde. Dort lebte die Familie bis 1905 überwiegend, während sie die Sommermonate meist auf einem ihrer zahlreichen Güter verbrachte. Ihre Geburt soll schwierig verlaufen sein. Deshalb musste die Taufe, die nach den damaligen Gepflogenheiten ohnehin ungewöhnlich spät stattfand, mehrfach verschoben werden. Sie wurde schließlich am 22. Jänner 1883 im großen Saal des Palais Grassalkovich gefeiert. Die Zeremonie war als aufwendiges höfisches Ereignis gestaltet: Ein prachtvoll geschmückter Altar war errichtet worden, Mitglieder des Erzhauses nahmen an dem Taufzug teil, und Bischof Heiller vollzog die Taufe. Maria-Henriettes Mutter wohnte der kirchlichen Handlung wegen ihres Gesundheitszustands ruhend in einem angrenzenden Raum bei. Am 3. Juni 1908 heiratete Maria-Henriette den Prinzen Gottfried Maximilian Maria zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Die Trauung fand in der gotischen Schlosskapelle von Schloss Weilburg bei Baden in Niederösterreich statt. Kaiser Franz Joseph I. und der gesamte Hof nahmen an der Feier teil. Die Einsegnung vollzog Laurentius Mayer, der Hofburgpfarrer und Beichtvater des Kaisers. Ihr Ehemann war ein Sohn des Fürsten Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst und dessen Frau Marie, geborene Sayn-Wittgenstein. Außerdem war er ein Neffe des deutschen Reichskanzlers Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Gottfried Maximilian selbst war vor dem Ersten Weltkrieg als österreichischer Botschafter in Berlin tätig. Durch ihre Heirat war Maria-Henriette somit sowohl mit dem österreichischen Kaiserhof als auch mit einer bedeutenden deutschen Fürstenfamilie verbunden. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Die älteste Tochter Elisabeth von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingfürst wurde am 27. September 1909 geboren und starb am 30. März 1987. Ihre Schwester Natalie kam am 28. Juli 1911 zur Welt und starb am 11. März 1989. Der einzige Sohn, Friedrich von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingfürst, wurde am 18. Februar 1913 geboren. Während des Zweiten Weltkriegs geriet er als deutscher Soldat in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Er starb im Dezember 1945 im Lager LAZ bei Twikbuli nahe Kutaissi im Kaukasus, dem heutigen Georgien, im Alter von 32 Jahren. Maria-Henriettes Leben war durch ihre Herkunft aus dem habsburgischen Erzhaus, ihre Ehe mit einem Angehörigen des Hauses Hohenlohe und die politischen Umbrüche der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt. Sie erlebte das Ende der kaiserlichen Epoche und die schweren Folgen der beiden Weltkriege, insbesondere durch das Schicksal ihres Sohnes. Nach ihrem Tod in Mariazell wurde sie dort beigesetzt.

Quelle: Maria Henriette von Österreich-Teschen (de, 268549152). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0