Person

Isabella von Österreich-Teschen

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Geburt

  1. 17.11.1888

Tod

  1. 06.12.1973

Porträt von Isabella von Österreich-Teschen
Bildnachweis

Schwester Irmgard (cropped)

Hermann Clemens Kosel

Gáspár, Artur (1915). «Schwester Irmgard». Unsere Dynastie im felde 1914-1915. Viena. p. 139. [1]

Bildquelle: File:Schwester Irmgard (cropped).jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Isabella von Österreich, auch Isabella von Österreich-Teschen oder Isabella von Habsburg-Lothringen genannt, wurde am 17. November 1888 in Pressburg geboren. Sie war eine Erzherzogin aus dem Haus Habsburg und die siebte Tochter des Erzherzogs Friedrich von Österreich, der später Herzog von Teschen wurde, und dessen Ehefrau Isabella von Croÿ. Zu ihren älteren Schwestern gehörten Maria Christina, Maria Anna, Maria Henriette, Natalie, Stephanie und Gabriele; später kamen noch ihre Schwester Maria Alice und ihr Bruder Albrecht hinzu. Isabellas Familie verfügte zunächst über ein eher begrenztes Vermögen. Das änderte sich 1895, als ihr Vater von seinem Adoptivvater, Erzherzog Albrecht, umfangreiche Ländereien und finanzielle Mittel erbte und den Titel des Herzogs von Teschen übernahm. Dadurch gelangte die Familie zu großem Wohlstand. 1905 zog sie von Pressburg nach Wien und bezog dort einen prächtigen Palast im Zentrum der Stadt. Im Dezember 1911 verlobte sich Isabella mit ihrem entfernten Verwandten Prinz Georg von Bayern, einem Enkel Kaiser Franz Josephs I. Georg diente als Major in der Armee und boxte in seiner Freizeit. Obwohl er selbst nicht besonders vermögend war, stand er seinem kaiserlichen Großvater sehr nahe. Franz Joseph schätzte ihn als Jagdgefährten und stellte ihm Wohnungen in Schönbrunn sowie im Schloss des Kaisers in der Steiermark zur Verfügung. Georg war zuvor mit Erzherzogin Hermine von Toskana verlobt gewesen, doch diese Verbindung war unter dem Einfluss des Kaisers beendet worden. Isabella brachte ein beträchtliches Vermögen und eine hohe Mitgift in die geplante Ehe ein. Zugleich soll sie bereits vor der Hochzeit unsicher gewesen sein, ob sie den Schritt tatsächlich wagen wollte. Am Vorabend der Trauung brach im Haus ihrer Familie ein Feuer aus, das ihr Hochzeitskleid und die Mitgift zerstörte. Es kursierten Gerüchte, Isabella habe das Feuer selbst gelegt, um die Hochzeit zu verzögern oder sogar zu verhindern. Auch in der zeitgenössischen Presse wurde der Eindruck vermittelt, dass sie ihrem Verlobten ablehnend gegenüberstand. Am Tag vor der Hochzeit verzichtete Isabella nach habsburgischer Tradition vor dem Wiener Hof feierlich auf ihre Rechte an den österreichischen und ungarischen Thronen. Diese Zeremonie machte deutlich, dass Erzherzoginnen nach der Heirat den Rang ihres Ehemanns teilen sollten, unabhängig von ihrer eigenen Herkunft. Dennoch fand die Hochzeit statt: Am 10. Februar 1912 heiratete die 23-jährige Isabella den 31-jährigen Prinzen Georg in der Marienkapelle des Schlosses Schönbrunn. Zu den zahlreichen hochrangigen Gästen gehörte auch Kaiser Franz Joseph. Die Hochzeitsreise führte das Paar nach Wales, Paris und Algerien. Anschließend ließ es sich in München nieder. Die Ehe war jedoch nach wenigen Tagen gescheitert. Bereits drei Tage nach der Rückkehr floh Isabella aus dem gemeinsamen Haus und kehrte in den Palast ihrer Eltern zurück. Beide Familien bemühten sich, das Paar zu versöhnen, doch Isabella wollte nicht zu ihrem Ehemann zurückkehren. Georg wurde als äußerst reizbar und ziemlich grausam beschrieben. Am 4. November 1912 beantragte Isabella die Aufhebung der Ehe. Der Oberste Gerichtshof Bayerns gab ihrem Antrag am 17. Januar 1913 statt und begründete die Trennung mit einer Unvereinbarkeit, die auf grundlegenden Charakterunterschieden beruhte. Am 5. März 1913 erklärte auch der Vatikan die Ehe für nichtig, da sie nicht vollzogen worden war. Danach erhielt Isabella ihre dynastischen Rechte vollständig zurück. Nach dem Ende ihrer kurzen Ehe schlug Isabella einen eigenständigeren Lebensweg ein. Ende 1913 begann sie eine sechsmonatige Ausbildung zur Krankenschwester an einer Schule des Roten Kreuzes in Wien. Sie trug die dunkle Uniform, erfüllte alle Aufgaben ihrer Ausbildung und verzichtete dabei auf ihre Titel. Stattdessen ließ sie sich bevorzugt „Schwester Hildegard“ nennen. Anschließend bemühte sie sich um eine weiterführende Ausbildung in Nordafrika. In einem Brief an ihre Tante, die verwitwete Königin von Spanien, bat sie um Unterstützung, um in den spanischen Gebieten Marokkos arbeiten zu können. Sie hoffte, in einem Militärkrankenhaus an der spanischen Nordküste tätig zu werden, und lernte zu diesem Zweck Spanisch. Während des Ersten Weltkriegs setzte Isabella ihr persönliches Vermögen ein, um medizinische Ausrüstung zu kaufen und eine eigene Gruppe von Krankenschwestern aufzubauen. Im November 1915 berichteten Zeitungen über ihre Verlobung mit dem Wiener Arzt Paul Albrecht, den sie während ihrer Arbeit beim Roten Kreuz kennengelernt hatte. Albrecht war im Krieg als Chefarzt der Armee an der Isonzofront tätig. Kaiser Franz Joseph untersagte jedoch die Verbindung, sodass Isabella keine weitere Ehe einging. Sie hatte keine Kinder. Prinz Georg von Bayern wandte sich nach dem Krieg dem Studium der Theologie zu und trat später in ein Kloster ein. Isabellas Eltern lebten nach dem Zerfall der Monarchie auf ihren ungarischen Besitzungen. Isabella überlebte ihren Bruder und alle ihre Schwestern. Sie starb am 16. Dezember 1973 im Alter von 85 Jahren im Westen der Schweiz. Ihre Beisetzung erfolgte in Westfalen nahe der Kapelle des Schlosses Anholt, deren Krypta als Familiengruft des Hauses Salm-Salm dient. Dort war bereits ihre Schwester Maria Christina bestattet worden. Isabella trug außerdem den spanischen Orden der Königin Maria Luise.

Quelle: Ізабелла Австрійська (1888–1973) (uk, 44880871). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

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