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Emmanuelle de Dampierre

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Geburt

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Tod

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Porträt von Emmanuelle de Dampierre
Bildnachweis

Vittoria Ruspoli

Unknown author Unknown author

Emanuela de Dampierre y Begoña Aranguren. " Memorias. Emanuela de Dampierre. Esposa y madre de los Borbones que pudieron reinar en España ". Madrid. La Esfera de los Libros, 2003, pág 64. ISBN 84-9734-141-4

Bildquelle: File:Vittoria Ruspoli.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Emmanuelle de Dampierre, auf Italienisch Emanuela di Dampierre und auf Spanisch Emanuela de Dampierre y Ruspoli, wurde am 8. November 1913 im Palazzo Ruspoli in Rom geboren und starb dort am 2. Mai 2012 im Alter von 98 Jahren. Durch ihre Ehe mit Prinz Jacques-Henri de Bourbon wurde sie Herzogin von Segovia und später Herzogin von Anjou. Sie galt als wichtige Persönlichkeit des französischen Legitimismus und als Mitglied des europäischen Hochadels. Emmanuelle war die älteste Tochter des französischen Vicomte Roger de Dampierre, der 1906 den Titel eines Herzogs von San Lorenzo Nuovo erbte, und der italienischen Prinzessin Vittoria Ruspoli. Über ihren Vater stammte sie von dem Pair von Frankreich Aymard de Dampierre ab; über ihre Mutter war sie eine Enkelin des Prinzen Emanuele Ruspoli, des ersten Bürgermeisters von Rom. Ihre Kindheit verbrachte sie überwiegend in Paris, wo die Familie im 16. und später im 17. Arrondissement wohnte. Sie wurde von britischen Gouvernanten erzogen und beherrschte neben Französisch und Italienisch auch Englisch, Spanisch und Deutsch. Der Erste Weltkrieg prägte ihre frühen Jahre. Ihr Vater diente als Offizier der französischen Armee und war kaum zu Hause. Gegen Ende des Krieges verließ er den gemeinsamen Haushalt endgültig, während Emmanuelles Mutter mit den Kindern nach Rom zurückkehrte. Die Eltern ließen sich 1930 scheiden. Emmanuelle wuchs daher vor allem im Umfeld ihrer mütterlichen Familie auf und pflegte eine enge Beziehung zu ihrer Schwester Béatrice und ihrem Bruder Richard. In Rom verkehrte sie in den höchsten gesellschaftlichen Kreisen und freundete sich unter anderem mit dem italienischen Kronprinzen Humbert an. In den frühen 1930er-Jahren suchte Emmanuelle nach einer eigenen Aufgabe. Da sie zwar in Italien geboren, zunächst aber nur französische Staatsbürgerin war, nahm sie 1931 die italienische Staatsangehörigkeit an, um der Italienischen Rotkreuzgesellschaft beitreten zu können. Dort arbeitete sie später als Krankenschwester. Während eines Empfangs in der Villa Savoia lernte sie am 30. Januar 1934 den spanischen Infant Jacques-Henri kennen, einen Sohn des im Exil lebenden Königs Alfons XIII. und der Königin Victoria Eugénie. Obwohl beide zunächst gegen eine Ehe waren, wurden ihre Verlobungen am 21. Dezember 1934 bekannt gegeben. Am 4. März 1935 heirateten Emmanuelle und Jacques-Henri in der Kirche Sant’Ignazio di Loyola in Rom. Nach der Hochzeit trug sie den Titel Herzogin von Segovia, der jedoch in Spanien nicht rechtlich anerkannt wurde. Das Paar reiste zunächst durch Europa und den Nahen Osten, doch die Ehe war von Anfang an schwierig. Emmanuelle berichtete später von häufigen Konflikten, Untreue, finanziellen Problemen und dem Alkoholmissbrauch ihres Mannes. Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes trennten sich die Eheleute faktisch, lebten aber zunächst weiterhin im selben Haus in Rom. Das Paar hatte zwei Söhne. Alphonse wurde am 20. April 1936 in Rom geboren, Gonzalve folgte am 5. Juni 1937. Die Stellung Emmanuelles innerhalb der spanischen Königsfamilie blieb umstritten. Alfons XIII. betrachtete die Ehe als nicht standesgemäß und verweigerte ihr den Rang einer Königlichen Hoheit. Auch ihre Söhne wurden zunächst nicht wie vollberechtigte Prinzen behandelt. Für Emmanuelle war diese Zurücksetzung eine Demütigung, obwohl einige Royalisten sie als künftige Königin von Spanien betrachteten. Während des Zweiten Weltkriegs blieb Emmanuelle zunächst in Rom und arbeitete weiter für das Rote Kreuz, während ihr Mann und die beiden Kinder in die Schweiz gingen. Nach dem Tod Alfons’ XIII. am 28. Februar 1941, zu dem sie ein enges Verhältnis gehabt hatte, blieb sie als einziges Mitglied der königlichen Familie in Rom. Später vereinigte sie sich mit ihrer Familie in Lausanne. Dort fühlte sie sich jedoch oft einsam und gesundheitlich angeschlagen. Nach Kriegsende kehrte die Familie nach Rom zurück. In dieser Zeit gewann der französische Legitimismus für Emmanuelle und ihren Mann an Bedeutung. Der legitimistische Schriftsteller Georges Cattaui überzeugte Jacques-Henri davon, seine Ansprüche als ältester männlicher Nachkomme der französischen Bourbonen öffentlich geltend zu machen. Am 28. März 1946 erklärte sich Jacques-Henri zum Oberhaupt des Hauses Frankreich und nahm den Titel Herzog von Anjou an. Emmanuelle unterstützte diesen Schritt. Gleichzeitig zerbrach ihre Ehe endgültig. 1946 verließ sie ihren Mann und nahm die beiden Söhne mit. Ein rumänisches Zivilgericht annullierte die Ehe 1947; diese Entscheidung wurde später in Italien eingetragen. Für die katholische Kirche und das franquistische Spanien blieb die Verbindung jedoch gültig. Am 21. November 1949 heiratete Emmanuelle in Wien den Mailänder Börsenmakler Antonio Sozzani. Dennoch galt sie weiterhin als rechtmäßige Ehefrau Jacques-Henris. Nach ihrer Trennung von Sozzani Ende der 1960er-Jahre nahm sie wieder die Titel Herzogin von Anjou und Herzogin von Segovia an. Im Jahr 1971 rückte sie erneut ins öffentliche Interesse, als ihr ältester Sohn Alphonse Carmen Martínez-Bordiú, eine Enkelin Francisco Francos, heiratete. Aus dieser Ehe gingen François und Louis-Alphonse hervor. Jacques-Henri starb 1975. Emmanuelle wurde von Teilen der französischen Monarchisten als „Königinmutter“ angesehen und setzte sich weiterhin für die legitimistische Sache ein. Besonders nach dem Tod ihres ältesten Sohnes Alphonse 1989 und ihres jüngeren Sohnes Gonzalve 2000 übernahm sie eine unterstützende Rolle für ihren Enkel Louis-Alphonse, der als legitimistischer Thronprätendent galt. Sie nahm an Gedenkgottesdiensten für französische Könige teil und äußerte sich zu den Auseinandersetzungen zwischen den Häusern Bourbon und Orléans. Ihr Leben war auch von schweren familiären Verlusten geprägt. 1984 starb ihr ältester Enkel François nach einem schweren Verkehrsunfall; sein Bruder Louis-Alphonse überlebte schwer verletzt. Alphonse selbst kam 1989 bei einem Skiunfall in Colorado ums Leben. Gonzalve starb 2000 in Lausanne an Leukämie. Trotz dieser Schicksalsschläge blieb Emmanuelle mit der spanischen Königsfamilie verbunden. König Juan Carlos und seine Schwestern nannten sie weiterhin „Tante Manuela“. 2003 erschienen Emmanuelles Memoiren und lösten in der spanischen Presse großes Interesse aus. Ihre letzte öffentliche Erscheinung hatte sie 2010 bei der Taufe ihrer beiden Urenkel im Petersdom. Zu diesem Zeitpunkt war sie gesundheitlich stark geschwächt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Emmanuelle de Dampierre starb am 2. Mai 2012 in Rom. Nach einer Trauerfeier in Paris wurde sie ihrem Wunsch entsprechend in der Familienkapelle der Dampierres auf dem Friedhof von Passy beigesetzt.

Quelle: Emmanuelle de Dampierre (fr, 239653186). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

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