Person

Elisabeth von Aragón

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Geburt

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Tod

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Porträt von Elisabeth von Aragón
Bildnachweis

Isabella of Aragon, Queen of Germany

Antoni Boys

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Bildquelle: File:Isabella of Aragon, Queen of Germany.jpg · Lizenz: Public domain

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Biografie

Isabella von Aragón wurde 1302 als Tochter König Jakobs II. von Aragón und seiner zweiten Frau Blanca von Neapel geboren. Ihr Vater herrschte über Aragón und Valencia, war Graf von Barcelona und den übrigen katalanischen Grafschaften sowie König von Sardinien; zeitweise trug er außerdem die Titel eines Königs von Sizilien und Mallorca. Isabella entstammte damit einer weit verzweigten europäischen Herrscherfamilie. Ihre Mutter war eine Tochter Karls II. von Anjou und Marias von Ungarn. Über ihren Vater war Isabella zudem eine Enkelin Peters III. von Aragón und Konstanzes, die aus dem sizilianischen Königshaus stammte. Isabella wuchs gemeinsam mit ihrer Schwester Konstanze im königlichen Palast von Valencia auf. Ihre Erziehung übernahm die Großtante Konstanze, die einst Kaiserin von Nicäa und die Witwe des Kaisers Johannes III. Dukas Vatatzes gewesen war. Nach dem Tod ihres Bruders Manfred hatte sie in Aragón Zuflucht gefunden und lebte dort in der Nähe ihrer Verwandten. Diese familiäre Umgebung prägte Isabellas frühe Jahre und verband ihre aragonesische Herkunft mit den politischen und dynastischen Beziehungen des Mittelmeerraums. Als Isabella etwa elf Jahre alt war, plante ihr Vater ihre Heirat mit Oschin, dem König des armenischen Königreichs Kleinarmenien. Die Verhandlungen dienten nicht allein einer dynastischen Verbindung. Jakob II. hoffte auch, die Reliquien der heiligen Thekla zu erhalten, die sich in Sis befanden und die er in der Kathedrale von Tarragona aufbewahren wollte. Die armenische Seite lehnte jedoch engere Beziehungen zu den katholischen Mächten ab, sodass die Ehe nicht zustande kam. Daraufhin wurden Verhandlungen mit Friedrich I. von Habsburg aufgenommen, dem Herzog von Österreich und der Steiermark. Friedrich war ein Sohn Albrechts I. von Habsburg und Elisabeths von Tirol-Görz. Die Eheschließung wurde zunächst 1313 in Barcelona stellvertretend vollzogen. Am 31. Januar 1315 heiratete Isabella Friedrich persönlich in Judenburg. Sie brachte eine reiche Mitgift in die Ehe ein. Im deutschen Raum war sie unter dem Namen Elisabeth bekannt. Noch im selben Jahr, zu Pfingsten, wurde sie in Basel zur Kaiserin gekrönt. Ihre Ehe fiel in eine politisch unruhige Zeit. 1314 war Friedrich zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gewählt und in Bonn vom Erzbischof von Köln gekrönt worden. Gleichzeitig erhob jedoch sein Vetter Ludwig der Bayer Anspruch auf die Kaiserwürde und ließ sich in Aachen krönen. Ludwig erhielt vier Stimmen der Kurfürsten, Friedrich drei; beide betrachteten sich dennoch als rechtmäßige Herrscher. Daraus entwickelte sich ein acht Jahre dauernder Krieg. Am 28. September 1322 unterlag Friedrich in der Schlacht bei Mühldorf und geriet in Gefangenschaft. Erst am 5. September 1325 kam es zu einer Einigung. Friedrich verzichtete auf den Kaisertitel, durfte aber den Titel eines Königs der Römer, also des deutschen Königs, behalten. Ludwig gab seinerseits den Titel des Königs der Römer auf und wurde als Kaiser anerkannt. Seine Krönung in Rom erfolgte später, am 17. Januar 1328. Isabella lebte in Wien und setzte dort auch religiöse Akzente. Sie ließ eine Kirche errichten, die ihrem Onkel, dem heiliggesprochenen Ludwig von Toulouse, geweiht wurde. Die Beziehung zu Friedrich galt trotz der politischen Belastungen als harmonisch. Der Krieg gegen Ludwig verursachte jedoch hohe Kosten. Isabella musste wiederholt ihren eigenen Schmuck opfern, um die finanziellen Schwierigkeiten ihres Mannes zu lindern. Während Friedrichs Gefangenschaft widmete sich Isabella besonders intensiv dem religiösen Leben. Sie unterzog sich strengen Bußübungen und körperlichen Entbehrungen, die ihre Gesundheit stark beeinträchtigten. Vor allem ihr Sehvermögen nahm ab. Als Friedrich nach ungefähr drei Jahren nach Wien zurückkehrte, soll Isabella so schlecht gesehen haben, dass sie Mühe hatte, ihren eigenen Mann zu erkennen. Einige Chronisten berichteten außerdem, Friedrich habe sich nach seiner Rückkehr von ihr entfernt und eine dauerhafte Beziehung zu einer Frau unterhalten, die in einem Kloster wie eine Ordensfrau lebte. Isabella und Friedrich hatten drei Kinder. Ihr Sohn Friedrich wurde 1316 geboren, starb jedoch bereits 1322 als Kind. Die Tochter Elisabeth kam 1317 zur Welt und starb am 23. Oktober 1336; sie wurde in Mauerbach beigesetzt. Die jüngere Tochter Anna, geboren 1318, heiratete Heinrich XV. von Bayern. Nach dessen Tod ging sie eine zweite Ehe mit Johann Heinrich IV. von Görz ein. Auch dieser Ehemann starb, woraufhin Anna nach Wien zurückkehrte und als Klarissin in ein Kloster eintrat. Friedrich starb am 13. Januar 1330 auf der Burg Gutenstein im Wienerwald. Isabella überlebte ihn nur etwa sechs Monate. Sie starb am 12. Juli 1330 in der Steiermark, nahezu vollständig erblindet. Ihre letzte Ruhestätte fand sie in der Minoritenkirche in Wien. Als aragonesische Prinzessin, habsburgische Herzogin und Gemahlin Friedrichs I. stand Isabella im Zentrum der dynastischen und politischen Verflechtungen, die das Europa des frühen 14. Jahrhunderts prägten.

Quelle: Isabella d'Aragona (imperatrice) (it, 149043478). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

Eltern

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Kinder

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