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Blanche Zélia Joséphine Delacroix

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Geburt

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Tod

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Porträt von Blanche Zélia Joséphine Delacroix
Bildnachweis

Caroline Lacroix, mistress of Leopold II of Belgium

Unknown photographer. (Life time: Not applicable.)

Original publication : Los Angeles Herald, December 24, 1909. Was probably published elsewhere as well. Immediate source : California Digital Newspaper Collection / http://cdnc.ucr.edu/cgi-bin/cdnc?a=d&d=LAH19091224.2.32&srpos=&dliv=none&e=-------en--20--1--txt-txIN-------

Bildquelle: File:Caroline Lacroix, mistress of Leopold II of Belgium.png · Lizenz: Public domain

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Biografie

Blanche Zélia Joséphine Delacroix, die vor allem unter dem Namen Caroline Lacroix bekannt wurde, wurde am 13. Mai 1883 in Bukarest geboren und starb am 12. Februar 1948 in Cambo-les-Bains im Süden Frankreichs. Sie war die bekannteste und umstrittenste Geliebte des belgischen Königs Leopold II. und wurde durch ihre Beziehung zu ihm zu einer außerordentlich reichen Frau. Über Carolines frühe Jahre ist nur wenig Sicheres bekannt. Ihr Vater Jules Delacroix soll Pförtner der französischen Gesandtschaft in Bukarest gewesen sein; einer anderen Darstellung zufolge hielt er sich dort auf, um sein Glück zu suchen. Caroline war möglicherweise das dreizehnte Kind ihrer Eltern. In ihrer Jugend arbeitete sie als Bardame. Später lebte sie in Paris und verdiente ihren Lebensunterhalt als Prostituierte. Sie war zunächst die Geliebte des ehemaligen französischen Offiziers Antoine-Emmanuel Durrieux. Dieser finanzierte den Lebensunterhalt beider durch Pferdewetten. Als er sein Glück verlor, vermittelte er Caroline an wohlhabende Kunden. Im Jahr 1900 wurde der damals 65-jährige Leopold II. auf die junge Frau aufmerksam. Caroline war erst sechzehn Jahre alt. Bei ihrer ersten Begegnung wusste sie nicht, wer ihr gegenüberstand, und sprach den belgischen König sogar als „Majestät Oscar“ an, weil sie Belgien mit Schweden verwechselte. Leopold amüsierte sich darüber, war jedoch zugleich von ihr angetan. Schon am folgenden Tag erhielt Caroline eine große Geldsumme und mehrere leere Koffer, da der König wusste, wie gern sie Kleidung kaufte. Bald nahm er sie mit nach Österreich, und aus der Begegnung entwickelte sich eine Beziehung, die bis zu seinem Tod 1909 dauerte. Die Verbindung erregte schnell großes öffentliches Aufsehen. Leopold hatte bereits den Ruf, zahlreiche Affären zu unterhalten, doch seine Beziehung zu Caroline wurde von der belgischen Presse besonders ausführlich verfolgt. Sie begleitete ihn in europäische Badeorte und auf Reisen, während Gerüchte über ihr Privatleben und angebliche sexuelle Vorlieben des alternden Königs kursierten. Nach dem Tod von Leopolds Ehefrau Marie Henriette im Jahr 1902 trat Caroline noch offener an seine Seite. Leopold überschüttete seine Geliebte mit Geld, Schmuck, Immobilien und anderen Geschenken. Er ließ sie in der Villa Vanderborght gegenüber seinem Anwesen in Laeken wohnen und baute sogar eine überdachte Fußgängerbrücke, um sie unauffällig besuchen zu können. Caroline erhielt unter anderem die Villa Leopolda; außerdem mietete oder kaufte Leopold mehrere weitere Häuser und Schlösser für sie in Frankreich und Belgien. Sie reiste häufig nach Paris, um Kleidung anfertigen zu lassen, und soll bei einer Gelegenheit drei Millionen Francs in einem einzigen Geschäft für Kleider ausgegeben haben. Als sie sich darüber beklagte, dass ihr der abendliche Schnellzug nach Brüssel zu wenig Zeit zum Einkaufen ließ, ließ Leopold dessen Abfahrt verschieben. Als Caroline schwanger war, beteiligte sich sogar die französische Regierung an den Kosten einer neuen Straße nahe ihrer Villa. Die großzügigen Zuwendungen machten Caroline in Belgien äußerst unbeliebt. Das lag auch daran, dass ein großer Teil von Leopolds Vermögen aus dem unabhängigen Kongostaat stammte, seiner persönlichen Kolonie, deren Ausbeutung international immer stärker kritisiert wurde. In der Öffentlichkeit entstand der Eindruck, die Einnahmen aus dem Kongo kämen nicht Belgien, sondern vor allem dem König und seiner jungen Geliebten zugute. Caroline wurde deshalb spöttisch „Königin des Kongo“ genannt. Belgische Sozialisten nutzten die Beziehung als Argument dafür, Leopold sei im Alter nicht mehr regierungsfähig und stehe unter dem Einfluss einer habgierigen, ehrgeizigen Frau. Caroline und Leopold hatten zwei Söhne. Lucien Philippe Marie Antoine wurde 1906 geboren und erhielt später den Höflichkeitstitel Herzog von Tervuren. Er heiratete 1927 Lucie Gracieuse Mundutey und lebte lange von dem ererbten Vermögen. Der jüngere Sohn Philippe Henri Marie François, der den Titel Graf von Ravenstein trug, wurde 1907 geboren und starb bereits 1914. Die Titel der beiden Jungen waren allerdings nie durch offizielle königliche oder staatliche Erlasse bestätigt worden. Da die Ehe ihrer Eltern rechtlich nicht gültig war, galten beide als unehelich. Bei ihrer Geburt waren sie in Frankreich unter Carolines Namen eingetragen worden. 1910 wurden sie von Antoine Durrieux adoptiert. Als Leopold schwer erkrankte, eilten Caroline und die beiden Jungen zu seinem Wohnsitz in Laeken. Fünf Tage vor seinem Tod, am 12. Dezember 1909, heiratete der König Caroline in einer religiösen Zeremonie. Nach belgischem Recht war diese Ehe unwirksam, weil keine standesamtliche Trauung stattgefunden hatte; kirchlich wurde sie jedoch anerkannt. Die Hochzeit löste in Belgien einen Skandal aus. Caroline durfte am Krankenbett bleiben, musste sich aber verstecken, sobald Besucher eintrafen. Leopold starb am 17. Dezember 1909 in ihrer Gegenwart sowie im Beisein zweier Pflegerinnen. Seine drei ehelichen Töchter, Louise, Stéphanie und Clémentine, waren von ihm entfremdet und erhielten keinen Zugang zu seinem Sterbezimmer. Nach seinem Tod stellte sich heraus, dass Leopold Caroline zahlreiche Immobilien, Wertgegenstände, kongolesische Wertpapiere und weitere Einkommensquellen hinterlassen hatte. Dadurch wurde sie zur Multimillionärin. Die belgische Regierung und Leopolds drei Töchter versuchten jahrelang, Teile dieses Vermögens zurückzugewinnen. Caroline brachte einen großen Teil ihrer Besitztümer nach Paris; einige Immobilien wurden beschlagnahmt. In einem Rechtsstreit setzte sich die belgische Regierung mit der Forderung durch, ein auf Caroline und ihre Söhne übertragenes großes Treuhandvermögen gehöre zur privaten Hinterlassenschaft Leopolds. Die genaue Höhe von Carolines Reichtum blieb dennoch schwer festzustellen, da Leopold sein Vermögen auf zahlreiche Anlagen, Kunstgegenstände und ausländische Besitzwerte verteilt hatte. Sieben Monate nach Leopolds Tod heiratete Caroline 1910 Antoine Durrieux. Er hatte ihr bereits zu Lebzeiten Leopolds als Vermittler gedient und half ihr nach dem Tod des Königs, wichtige Dokumente und Vermögenswerte zu sichern. Die Ehe wurde bald geschieden. Caroline behielt den größten Teil ihres Vermögens, zahlte Durrieux jedoch eine hohe Summe, damit er die Vormundschaft über die beiden Jungen abgab. Weitere Heiratsgerüchte über verschiedene wohlhabende Männer machten die Runde, doch Caroline heiratete kein weiteres Mal. 1937 veröffentlichte sie ihre Memoiren. Darin stellte sie sich als bürgerliche Frau dar, die den König aufrichtig geliebt habe und ihm treu gewesen sei; zugleich betonte sie, Leopold habe sie und ihre beiden Söhne geliebt. Caroline Lacroix starb 1948 in Südfrankreich.

Quelle: Caroline Lacroix (ro, 17955339). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0

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