Person
Andreas von Österreich
Verbindung zu einer anderen Person findenGeburt
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Tod
Keine geprüfte Todesangabe vorhanden.
Biografie
Andreas von Österreich, auch Andrea genannt, wurde am 15. Juni 1558 in Bresnitz geboren und starb am 12. November 1600 in Rom. Er war ein österreichischer Adliger, katholischer Geistlicher und zeitweise Statthalter der Spanischen Niederlande im Namen seines Cousins, des Erzherzogs Albrecht von Österreich.
Er war der Sohn des Erzherzogs Ferdinand II. von Österreich, Grafen von Tirol und Erzherzogs von Vorderösterreich, und dessen Ehefrau Philippine Welser. Die Ehe galt als nicht standesgemäß, da Philippine aus einer nicht souveränen Familie stammte. Andreas hatte einen Bruder, Karl von Österreich, der später Markgraf von Burgau wurde, sowie zwei Geschwister, Philipp und Maria, die bereits im Kindesalter starben. Nach dem Tod seines Großvaters im Jahr 1564 gestattete Kaiser Maximilian II. Andreas und seinen Geschwistern, den Namen Österreich zu führen. Einen Erbanspruch auf die österreichischen Länder erhielten sie jedoch nicht; dieser wäre nur eingetreten, wenn alle männlichen Nachkommen aus rechtmäßigen Ehen ausgestorben wären.
Andreas wurde geboren, während sein Vater Statthalter des Königreichs Böhmen war. Seine Kindheit verbrachte er gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Bruder Karl auf Schloss Ambras bei Innsbruck. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1580 heiratete sein Vater 1582 erneut, diesmal die Prinzessin Anna Katharina Gonzaga, eine Tochter des Herzogs Wilhelm von Mantua. Aus dieser Ehe gingen mehrere Halbgeschwister Andreas’ hervor, darunter Maria von Österreich, die Nonne wurde, und Anna von Österreich, die später ihren Cousin, Kaiser Matthias, heiratete.
Andreas schlug zunächst eine kirchliche Laufbahn ein. Am 19. November 1576 ernannte ihn Papst Gregor XIII. im Alter von achtzehn Jahren zum Kardinal. Im folgenden Jahr erhielt er den Titel eines Kardinalpriesters von Santa Maria la Nova und begann ein Studium an der Universität Siena. 1580 wurde er Koadjutor des Bischofs von Brixen und übernahm dieses Bistum 1591 selbst. Im selben Jahr wurde er zum Kardinalprotektor der habsburgischen Erblande ernannt. Weitere kirchliche Ämter folgten: 1587 wurde er Abt von Murbach, und 1589 ernannte man ihn zum Fürstbischof von Konstanz. Die Bischofsweihe empfing er im darauffolgenden Jahr.
Neben seinen geistlichen Aufgaben übernahm Andreas auch politische und administrative Funktionen. Sein Vater ernannte ihn bereits 1579 zum Statthalter seiner Länder. Später wurde er Statthalter des Elsass und 1593 Statthalter von Vorderösterreich. Damit verband Andreas eine hohe kirchliche Stellung mit wichtigen Aufgaben innerhalb der habsburgischen Herrschaft.
Eine besondere politische Rolle übernahm er in den Spanischen Niederlanden. Sein Cousin, der Erzherzog Albrecht, war dort seit 1596 als Statthalter eingesetzt. Als Albrecht 1598 die Niederlande verlassen musste, um zu heiraten, übertrug er Andreas auf Anordnung König Philipps II. die Regierung. Andreas trat sein Amt am 14. September 1598 an und führte die Verwaltung bis zur Rückkehr Albrechts und dessen Ehefrau, der Infantin Isabella Clara Eugenia, im Jahr 1599. Das Paar übernahm anschließend als gemeinsame Herrscher selbst die Regierung der Niederlande.
Während seiner kurzen Amtszeit bemühte sich Andreas gemeinsam mit Francisco López de Mendoza y Mendoza, dem Admiral von Aragón, um militärische Erfolge gegen die Vereinigten Provinzen. Zu den Unternehmungen, die ab Februar 1599 stattfanden, gehörten die Belagerung der Brücke von Schenkenschans, die Einnahme des Forts Crevecœur und die Besetzung der Insel Bommel, auch Bommelerwaard genannt, zwischen Waal und Maas. Nach der Rückkehr Albrechts legte Andreas sein Amt als Statthalter nieder.
Im Jahr 1600 reiste Andreas inkognito nach Rom, um das Jubiläum zu gewinnen. Während seines Aufenthalts erkrankte er schwer. Er empfing die letzten Sakramente aus der Hand Papst Clemens’ VIII. und starb am 12. November desselben Jahres in Rom. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Kirche Santa Maria dell’Anima. Sein Grabmal zeigt eine betende Figur des Verstorbenen und wurde von Egidio della Riviera, auch Gillis van den Vliete genannt, geschaffen.
Andreas hatte außerdem zwei uneheliche Kinder mit einer namentlich nicht bekannten Frau. Sein Sohn Hans Georg degli Albizzi heiratete 1622 Susanna Yphofer; aus dieser Ehe gingen keine Kinder hervor. Seine Tochter Susanna degli Albizzi heiratete 1604 Johann Schratz und starb 1653.
Quelle: Andrés de Austria (es, 172446302). Die Fakten wurden ausgewählt, zusammengefasst und eigenständig neu formuliert. Wikipedia-Quellinhalte: CC BY-SA 4.0
Eltern
Kinder
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Partnerinnen und Partner
Keine geprüften Partnerschaften vorhanden.